Studentenwohnraum in Frankfurt

Umziehen oder doch lieber Bahnverbindungen nutzen?





Von Ilker Dapar

Diese Frage beschäftigt viele Studenten und/oder angehende Studenten. Laut einer Studie auf www.statista.de ist Frankfurt die teuerste Stadt Hessens, und außerdem unter den Top 6 der teuersten Städte Deutschlands bezüglich der Wohnungs- und Mietpreise. Für Suchende ist dies natürlich ein Contra - Argument, das die Entscheidung zwischen "Umziehen oder doch lieber Bahnverbindungen nutzen" beeinflussen könnte. "Mit der Bahnverbindung hat man keine Kosten, für Studierende ist der Bahnverkehr kostenfrei", so Sebastian Dronia aus Steinau. "Warum soll ich umziehen und mir unnötige Kosten auflegen, dann fahr´ ich lieber eine Stunde mit dem Zug und bin zwar länger unterwegs, dafür habe ich noch 1-2 € mehr in der Tasche", meint Philipp Noll aus Salmünster.

Beide sind gute Freunde, studieren zusammen und treffen sich tagtäglich im Zug um zur FH zu fahren. So geht es den meisten Studenten. Auf die Frage, ob sie jemanden kennen, der bezüglich des Studiums die Stadt verlassen hat, antwortet Sebastian Dronia: " Ja, aber nicht nach Frankfurt. Ein Freund von mir ist in eine kleine Vorstadt gezogen, weil Frankfurt City einfach zu teuer war".

Die hohe Lebenshaltungskosten bringt viele dazu, auf eine andere Uni / FH zu gehen. Özgür Kutluay aus Fulda studiert mittlerweile Sportwissenschaften in Gießen und ist auch dahin gezogen. "Mir blieb ja nichts anderes übrig, meine erste Wahl war natürlich Frankfurt, bis ich keine schöne, jedoch billige Wohnung gefunden habe. Ich wollte unbedingt Sportwissenschaften studieren, also musste ich mich für Gießen entscheiden. Jetzt wohne ich hier, fühle mich wohl und habe außerdem noch ein wenig Geld am Monatsende einstecken ;-) ", zwinkert er zu. Nicht umsonst, denn Frankfurt ist tatsächlich eine sehr teure Angelegenheit, wenn es um die Wohnraumsuche geht. Wenn man also von außerhalb kommt, muss man mit erheblichen Kosten, was die Miete anbelangt, rechnen.

Sollte man jedoch auf die Bahn umsteigen, betreibt man erheblichen Zeitaufwand und ist sehr stark von den Abfahrtszeiten abhängig. Außerdem sind die Bahnen nicht immer zuverlässig, wie man in den letzten Monaten mitbekommen hat. Streiks geschehen immer öfter und das beeinflusst natürlich den Tagesplan vieler Studenten, die auf die Bahn angewiesen sind. "Da geht es mir ja noch gut, ich muss nur ein paar Meter laufen und bin schon da", so Özgür Kutluay, der ursprünglich aus Fulda stammt. "Dann habe ich wenigstens eine Ausrede, wenn ich nicht zur FH gehen kann", lacht Sebastian Dronia. Die Pro- und Kontraseite hält also die Waage. Die einen haben Kosten zu tragen, die anderen sind auf die Bahn, die Zeit kostet, angewiesen. Am Ende wollen sie alle doch nur studieren.


Bild: © Hartmut910/ PIXELIO