Durchbruch an der Feuerwehrfront

Entscheidung über Bau des Feuerwehrgerätehauses in Bellings gefallen





Von Philipp Bauerhenne

Nach dem schier endlosen Kampf um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Bellings, zwischen den beiden beteiligten Vereinen, der Freiwilligen Feuerwehr und dem FV Bellings, wurde nun endlich ein Kompromiss für den Standort gefunden.

Wie bereits berichtet wurde, sah die Freiwillige Feuerwehr sowie die Stadtverordnung vor, das notwendige Gerätehaus mit Schulungsräumen, Umkleidekabinen und einer Fahrzeughalle am Rand des Sportplatzes zu errichten. Andreas Uffelmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr dazu: ,,Das alte Gerätehaus entspricht schon lange nicht mehr den gesetzlichen Richtlinien, Bellings muss nun endlich ein vernünftiges Feuerwehrgerätehaus bekommen." Dieser Vorschlag stieß jedoch nicht auf Zustimmung des Bellinger Fußballvereins. ,,Hier darf kein Gerätehaus entstehen, der Bau würde unsere gesamten Parkmöglichkeiten für Besucher unserer Fußballspiele zerstören. Womöglich müssten wir mit Einbußen rechnen, durch mangelnden Zuschauerbesuch", so Gerd Hergenröder, Vorstandsmitglied des Fußballvereins.

Nach wochenlangem Hin und Her sowie endlosen Sitzungen ohne jede Problemlösung geschah erst kürzlich, am 26. November 2010, der Durchbruch in dieser Frage. Denn die Zeit drängte. So kam die Stadt unerwartet in den Genuss von Bonuszahlungen für diese Maßnahme in Höhe von 104.000 Euro. Dieser Zuschuss knüpfte sich allerdings an die Bedingung, dass bis zum 26. November eine Entscheidung in dieser Frage gefallen sein muss. Bürgermeister Walter Strauch forderte daher auf der Sitzung: ,,Es muss an diesem Abend eine Entscheidung getroffen werden, ich möchte jetzt endlich wissen, wo gebaut wird."

An diesem besagten Tag im November trafen sich die Vorsitzenden beider Vereine sowie eine große Anzahl interessierter Bürger im Sportlerheim des FV Bellings ein. Unter den geladenen Gästen befanden sich außer dem Bürgermeister der Stadt Steinau, Walter Strauch, auch die städtische Bauamtsleiterin Jutta Hiestermann und der beauftragte Architekt Kurt Goltz, mit dem Ziel beiden Parteien eine einvernehmliche Lösung zu präsentieren. Nach einer sehr heftigen und intensiven Diskussionsrunde zeichnete sich zwischen den beteiligten Parteien ein Kompromiss ab. Demnach soll das Feuerwehrgerätehaus doch am Sportplatz gebaut werden, jedoch nicht an der eigentlich geplanten Stelle der Freiwilligen Feuerwehr, sondern an einer Nebenwiese des Sportplatzes. So sollte ein Wegfall der Besucherparklätze durch Bebauung verhindert werden. Frank Weigand, Präsident des FV Bellings, konnte mit diesem Beschluss zufrieden sein: ,,Endlich ist diese unendliche Geschichte abgeschlossen, wir konnten unsere Argumente für einen Standortwechsel des Gerätehauses gut vertreten. Wir sind sehr glücklich mit dieser Entscheidung." Wehrführer Andres Uffelmann zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Entscheidung: ,,Natürlich wurde unser favorisierter Standort abgelehnt, dennoch stimmt die Freiwillige Feuerwehr diesem gemeinsamen Entschluss zu."

Der erste Spatenstich erfolgte noch im Jahr 2010. Bürgermeister Walter Strauch zeigte sich zufrieden am Ende des wochenlangen Streites: ,,Ich bin sehr froh darüber, einen gemeinsamen Kompromiss mit den beteiligten Vereinen gefunden zu haben."


Bild: © Kenneth Brockmann/ PIXELIO